Die neue eigene Rotteck-Cloud

Am Dienstag, den 2. August 2016, herrschte in den Katakomben des Rotteck-Gymnasiums lebhafter Betrieb. Der Grund: Ein nagelneuer Server wurde im Server-Schrank neben den Computer-Räumen installiert. Das Gerät, das von zwei Alumni gesponsert wurde, hat zum Ziel, die zentrale Plattform für den Austausch von Dateien und elektronischen Dokumenten am Rotteck zu sein (neudeutsch „Cloud“ genannt). Die ‚Rotteck-Cloud‘ soll den Dateiaustausch im Lehrerkollegium und mit bzw. zwischen den Schüler strukturieren und vereinfachen.

Im Beisein des BZ-Journalisten Konstantin Görlich, nahm Rainer Kügele, Lehrer und EDV-Verantwortlicher des Rottecks, zusammen mit den beiden Brüdern Christoph und Ralf Dyllick-Brenzinger den Server in Betrieb. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Server-Einbindung ins lokale Netz war es dann nach knapp 2h so weit: Die Rotteck-Cloud war erstmals unter https://cloud.rotteck.de über das Internet erreichbar (siehe Abbildung)!

Der Server repliziert Funktionen, die die meisten vom privaten Rechner von Dropbox, Google und iCloud kennen. Im privaten Umfeld äußerst populär, für den Einsatz in der Schule sin die Dienste keine Alternative. Schülerbezogene Daten dürfen nach aktueller Rechtslage nur unter sehr restriktiven Bedingungen in so genannten Public Cloud-Dienste gespeichert werden. Der nun im Rotteck installierte Server speichert die Daten zwar nicht verschlüsselt ab, aber die Daten auf dem Server sind in Ihrer Gänze nur dem vom Rotteck benannten Administrator bzw. den benannten Administratoren zugänglich. Ansonsten können nur die Eigentümer der Dateien diese abrufen, ebenso wie entsprechend durch die Eigentümer berechtige Personen, im Fachjargon nennt man das Freigaben. Das Abfangen von Daten unterwegs wird durch eine Verschlüsselung wirksam verhindert. Bei solchen sogenannten Private Cloud-Lösungen, die lokal betrieben und nur einem begrenzten Nutzerkreis offen stehen, handelt es sich anders als bei Dropbox und Co. um keine Datenverarbeitung im Auftrag.

„Es ist im Schulalltag ein Gewinn, wenn wir einen unkomplizierten und sicheren Weg haben, Daten untereinander auszutauschen.“ sagt Rainer Kügele. Für Lehrer sind Benutzerkonten fest eingerichtet. Schüler können sich über die Adresse ein Konto registrieren, dass nach Freigabe durch einen Administrator aktiviert wird. Mit 50Megabyte Speicherplatz pro Schüler sind die Austauschmöglichkeiten begrenzt, aber für das Schulmaterial reicht es aus.

Die Sponsoren des Geräts sind das Brüderpaar Ralf und Christoph Dyllick-Brenzinger, Rotteck-Absolventen der Jahrgänge 1999 und 2002. In 2014 haben sich die beiden selbständig gemacht. Mit Ihrer Firma ionas – Ihr Online Assistent wollen Sie das IT-Dienstleistungsgeschäft in Deutschland aufmischen. ionas ist kein klassisches Systemhaus, sondern bietet als online IT-Dienstleister seine Leistungen vor allem über das Telefon und das Internet an – so wie die Comdirect Bank Ihre Bankdienstleistungen nur über das Internet anbietet. Die zentralen Leistungen von ionas sind eine 7-Tage-die-Woche erreichbar Computerhilfe-Hotline und private Cloud-Server – beides für Privatleute, Selbständige und kleine Unternehmen. Die am 2. August in den Katakomben des Rottecks installierte Dropbox-Alternative wurde also von ionas entworfen und entwickelt.

Die Badische Zeitung berichtete am 6. August über die Installation des private Cloud Servers. Die Online Version des Artikels ist hier kostenlos abzurufen.

Der Alumni-Verein bedankt sich bei allen Mitarbeitern von ionas für das großzügige Geschenk zum Schuljubiläum!

 

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